Interferenzen

Für das ‚Digital Playground‘ Festival in Bern hatten wir fünf Tage, um eine neue, immersive Theatererfahrung zu entwickeln.
‚Interferenzen‘ handelt von technologischer Isolation, Kontakt und Gemeinschaft. Es ist ein Stück, das sich unter anderem mit dem Soloplayer-Aspekt von VR auseinandersetzt, VR auf die Bühne holt und als ein Element für eine größeres Publikum inszeniert. Oder kurz: wir bringen nicht nur Theater in die VR, sondern hier auch VR ins Theater.

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Laserscan2VR…

Wir arbeiten an der Verbesserung unserer Software-Pipeline zum Transfer Ultra-umfangreicher 3D-Punktwolken aus Laserscans in VR-Anwendnungen. Ein kleiner virtueller Spaziergang durch eine 3D-Punktwolke, Schumannstrasse in Berlin-Mitte:

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Weiter gehts…

Wir sind voll im Zeitplan, die ersten VR-Modelle für die Borderline VR Experience sind fertig und begehbar. Im Mai in Berlin zu sehen.
Erste Einblicke:

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Digital playground

Wir sind dabei, digital playground in Bern, Ende März in Bern.

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Theatertreffen!

‚Die Borderline Prozession‘ vom Schauspiel Dortmund kommt im Mai zum Theatertreffen 2017 nach Berlin. Wir freuen uns mit und gratulieren herzlich! Passt ganz gut, daß bis Mai auch die entsprechende VR Experience fertig sein soll…

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Theater und Netz – Radiobeitrag

Beitrag des rbb Kulturradio vom 26. Januar 2017, auch über die CyberRäuber (ab Minute 13): Link

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‚Faust to go‘ 

Am 21. Januar 2017 hatte ‚Faust to go‘ von Robert Lehniger in Düsseldorf Premiere. Hier ein Bericht des Westdeutschen Rundfunks zum Stück:

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Bühnenbilder für die Virtuelle Ewigkeit
Von der millimetergenauen Erfassung und Rekonstruktion ganzer Bühnenbilder per Laserscan und Photogrammetrie

Schon heute werden 3D Modelle von Designern und Bühnenbildnern für für die Planung von Theaterproduktionen erstellt, wenn auch meistens nur für die Erstellung von Bauplänen. Kaum ein Bühnenbildner nutzt die Chance, schon einmal vorab in der virtuellen Realität durch sein Bühnenbild ‚zu laufen‘.

Um aber schon erstellte Bühnen zu erfassen und digital zu reproduzieren haben, muß man sie scannen, zum Beispiel mit einem Laserscanner. Dieser schickt immens dichte Lichtpakete in Streifen über alle Oberflächen und ist damit in der Lage noch auf 10 m Abstand eine Oberfläche mit einer Genauigkeit von einem Millimeter, und auch in 200 m Entfernung noch Details zu erfassen. Die Vermessungsdaten werden zu Punktwolken, als erste Stufe der Repräsentation des originalen Bühnenbildes. Unter Zuhilfenahme von Fotos wird dann den reinen Vermessungsdaten Oberflächen und Textur gegeben.

Wir haben dieses Verfahren nun zum ersten Mal bei „Die Borderline Prozession“ vom Schauspiel Dortmund eingesetzt. Ein reizvoller Aspekt dieses großartigen Theaterstücks ist das gigantische Ausmaß des Bühnenbildes. Es ist fest und unverrückbar in der Dortmunder Spielstätte ‚Megastore‘ eingebaut und besteht aus 14 Teilbühnen mit Vorflächen und Dachterrasse, der vor dem Kiosk geparkte Minivan ist da einfach ’nur‘ Requisite…

Mit einem solch umfangreichen Datensatz ergeben sich viele verschiedene künstlerische und designtechnische Möglichkeiten. Zum einen wird es möglich die Bühnen in der Virtuellen Realität zu erkunden, nachdem die physischen Bühnen längst abgebaut sind. Zum anderen ist es nun möglich Elemente des Bühnenbildes zu isolieren, zu editieren oder ganz zu entfernen. Auch ist es möglich neue Objekte einzufügen und in dem Bühnenbild ganz neue Dinge zu erzählen.
Wir selbst sind immer noch fasziniert von den vielen neuen Möglichkeiten, die uns Realitätsrekonstruktion in Verbindung mit Technologien der virtuellen Realität bieten. Die Zukunft ist schon längst da und um das Schauspiel Dortmund zu zitieren: „Wir befinden uns in einer Explosion!“

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Die Zukunft der Kamera ist virtuell
Wie aus Regisseuren Kameramänner werden und der menschliche Blick mehr entscheidet als die reine Technologie

Für unsere Arbeit zeichnen wir Schauspieler holografisch auf. Dies bedeutet, dass wir die Körperoberfläche eines Menschen geometrisch erfassen und dabei, ganz ähnlich wie bei einem 3D Scan, bei dem ein statisches Modell entsteht um das man später herumwandern und es sich frei aus allen Perspektiven betrachten kann, nun eben solche 3D Oberflächenmodelle in voller Bewegung entstehen! Damit können wir Schauspiel aufzeichnen und anschließend in 2D und 3D in Szene setzen.

Das Besondere: wir können im Anschluss die Perspektive frei wählen. Die Kamera nimmt nicht nur aus einer statischen Perspektive auf, sondern man kann in der Postproduktion die Größe von Objekten, Schauspielern und den Winkel der Kamera frei zu wählen. Wir können also Kamerafahrten anlegen, durch Körper hindurchfahren und andere verrückte und kreative Perspektiven ausprobieren. Da unsere Systeme zudem in Echtzeit laufen, haben wir ein Verfahren entwickelt, das es dem Regisseur erlaubt, direkt zur Kamera zu werden, Kamerafahrten und Perspektivwechsel direkt selbst auszuführen. Es ist keine Programmierung, kein Schnitt etc. mehr nötig.

Und da es sich letztlich um 3D Daten handelt, sind erstaunlich viele neue, visuelle Interpretationsmöglichkeiten dieser Daten vorhanden, es ist möglich, vieles digital zu verfremden und ebenfalls in Echtzeit zu genießen.

Im Produktiveinsatz bewährt, bringt der Enthusiasmus der Künstler und die Neugierde der Besucher unserer Installationen immer neue Ideen hervor. Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, wir freuen uns auf die Zukunft!

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Preiswürdig

Marcel hat im Dezember auf dem International 3D Summit in Liege, Belgien, den 3D Guild Award in der Kategorie 3D VR Animated für sein Projekt ‚Pitoti Prometheus‘ erhalten.

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Projekte in Arbeit (Stand: Februar 2017):

  • ‚Die Borderline Prozession‘: VR-Installation für das Schauspiel Dortmund (Regie: Kay Voges), Mai 2017
  • ‚Der Geisterseher‘, Koproduktion mit den Schillertagen, Mannheim, und dem Kunstfest Weimar. Juni und August 2017
  • ‚N.N.‘ (Regie: Daniel Brunet), in Kooperation mit dem English Theatre Berlin.

Abschlussbild Dreharbeiten ‚Die Borderline Prozession‘ im Schauspiel Dortmund, November 2016 – Spherical Image – RICOH THETA